Hersteller: Bullet RC

Lipo Umgang Tipps für Anfänger

Art.Nr.: lipo_t

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Produktbeschreibung

Lipo Tipps

Die Tipps zum richtigen Umgang mit Lipo Akkus sind ein kleiner Leitfaden für Anfänger/Umsteiger.

Grundsätzliches zum Aufbau des LiPo-Akku

Eine Zelle hat eine Normalspannung von 3,7 Volt. Demnach erhöht sich die Akkuspannung mit jeder weiteren Zelle um 3,7 Volt: 3,7 - 7,4 - 11,1 - 14,8 - 18,5 - 22,2 und so weiter.

Die Anzahl der Zellen werden mit einem "S" gekennzeichnet: 1S - 2S - 3S ...
Werden im Akkupack Zellen parallel geschaltet werden diese "Packs" mit P(Anzahl Zellen) gekennzeichnet: 1P - 2P ...
Ein Akku mit 3 Zellen á 1000mA in normaler Reihenschaltung wäre z.B.: 11,1V 1000mA 3S1P.

C Angabe Lade/Entladerate

Entscheidend ist die Angabe der Kapazität auf dem LiPo.
Beispiel: Bei einem LiPo mit 2000mAh Kapazität ohne weitere Angaben, sollte der Ladestrom max. 1C betragen.
2000mAh x 1C = 2000mA = 2A.
Der Ladestrom (1C) ist also bei dieser Angabe 2A.

Die Ladedauer bei 1C beträgt ca. 1 Stunde.

Ein höherer Ladestrom kann den LiPo schädigen! Mit niedrigerem Ladestrom hingegen kann eine etwas längere Lebensdauer erreicht werden.

ACHTUNG
Wird der Ladestrom auf dem LiPo mit mehr als 1C angegeben, kann dieser mit mehr Strom geladen werden. Die Ladezeit wird somit verkürzt.
Der LiPo wird dabei aber stärker belastet und die Lebensdauer des LiPo sinkt geringfügig.

Die konstante Enladerate C unterscheidet die kurzfristige maximale Rate für einige Sekunden (C Burst) und die konstante Entladerate ( C kont.). Umso höher die Entladerate umso mehr "Druck" liefert der Akku.

Das Laden mit Balancer

Jede Zelle im Akkupack muss exakt gleiche Spannung haben. Beim Entladen entstandene Unterschiede können während des Aufladens durch einen Balancer ausgeglichen werden.Der Balancer wird die Zelle mit der niedrigsten Spannung zum ausgleichen mehr mit Ladeimpulsen versorgen als die anderen Zellen.
Dazu muss der Akku mit dem kleinen zusätzlichen Balancestecker angeschlossen werden. Die Ladegeräte haben entweder ein extra Steckerboard, oder eine breite Steckbuchse in die mehrere Größen passen. Achte aber darauf, dass der schwarze Minuspol des Akku-Balancesteckers an der gekennzeichneten Stelle (-) steckt.
Nun wird jede Zelle vom Gerät separat mit der richtigen Ladespannung versorgt. Zugleich überwacht der Balancer die Ladeschlussspannung jeder Einzelzelle und schaltet beim Erreichen von 4,20 Volt das Laden ab.

Ohne Balancer zu laden ist auf Dauer für den LiPo schädlich. Sobald eine Zelle nicht mehr die Ladeschlussspannung erreicht werden alle anderen Zellen überladen. Nach wenigen Ladungen sind dann die Zellen defekt und verlieren ihre Kapazität. Durch das Überladen können Überhitzung weitere Schäden verursachen.

Wann ist mein LiPo unbrauchbar?


Nach einer Tiefentladung einer oder mehrerer Zellen möchte Ihr Ladegerät nicht mehr starten und bricht ab? Mit einem herkömmlichen Ladegerät kann man versuchen die einzelnen Zellen etwas "anzuladen". Dabei besondere Vorsicht und nicht mehr als mit 1A laden. Sobald die Zelle über 3,8 Volt erreicht hat ist sie mit dem LiPo-Lader weiter zu laden!

Ganz tote LiPos reagieren nicht mehr auf das Anladen. Sie haben häufig aufgeblähte Verpackungen und riechen u.U süsslich. Das passiert durch hohe Entladetröme bei fast leergeflogenem Akku. Das Elektrolyt verkocht und setzt aromatisch riechende Dämpfe und auch CO² frei. Diese LiPos sind eine potentielle Zeitbombe. Sie können sich ohne weitere Vorwarnung entzünden! Auch eine beschädigte, undichte Ummantelung ist Grund für einen Brand, da Sauerstoff an das Innere gelangt und dieses heftig oxydieren kann.

Durch Absturz beschädigte, oder verbogene LiPo-Akkus sind mit Vorsicht zu behandeln. Innere Kurzschlüsse sind jederzeit möglich und können den Akku in Brand setzen. Hier empfehlen wir eine Totalentladung an einer 12V Halogenbirne und die sachgerechte Entsorgung über den Batterie-Sondermüll.

Lagern der Akkus

Lagern/Laden Sie die Akkus nie ohne Aufsicht, sodass ein eventuell entstehender Brand sich nicht ausbreiten kann. Dafür gibt es Metallbehälter und feuerfeste Transporttaschen. Zuhause genügt ein übergroßer Blumentopf, Brottopf oder Kochtopf.

Das spezielle Ladegerät, zu dem unbedingt ein eingebauter, oder externer Balancer gehört, steht während des Ladens am besten zusammen mit dem Akku auf einer feuerfesten Unterlage.

Ein kleiner LiPo-Tester, kostet etwa 10 Euro. Damit ist die Spannungskontrolle überall schnell durchgeführt. Selbst wenn der Akku noch im Modell steckt. Man muss nur an die Balanceranschlüsse gelangen.

Lagern Sie die Akkus nie voll geladen! Die Lagerspannung beträgt 3,8V pro Zelle!

Neue Lipos einfahren

Grundsätzlich haben auch Lipo Akkus einen "memory effect". Zu Anfang empfiehlt es sich den neuen Akku zyklisch mit 1C-0,5C zu entladen/laden. 3-5 Wiederholungen der Zyklen lassen den Akku sich "entfalten". Falls Ihr Ladegerät kein zyklisches laden ermöglicht fahren Sie den Akku im Modell mehrmals "moderat" nicht bis ganz leer bis zur Abschaltung. 3,6V pro Zelle sollten bis zum nächsten Ladezyklus vorhanden sein.

Fahren im Winter

Wärmen Sie den Akku bis zum Einsatz im Modell auf 30° vor. Kalte Akkus werden zu stark belastet und geben schneller "den Geist auf".

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